CD-Rezension / Review / Kritik

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the alvaret ensemble-Skeylja

The Alvaret Ensemble
„Skeylja“
(Denovali/Cargo)
„Skeylja“ ausschließlich unter die Urheberschaft des Alvaret Ensembles zu stellen, wäre nicht richtig. Denn neben den vier Mitgliedern des Ensembles haben die isländischen Musiker Kira Kira, Eirikur Orri Ólafsson, Ingi Garðar Erlendsson und Borgar Magnason ihren gleichwertigen Anteil am Entstehen des Albums. Und mit dem niederländischen 33 1/3 Collective gibt es einen festen Stamm an Videokünstlern, die sich um die visuelle Seite der Konzerte kümmern. Kurze Zeit nach der Formierung spielte die Gruppe an neun aufeinanderfolgenden Tagen neun Konzerte in einer Kirche auf der niederländischen Insel Terschelling. Aus dem mitgeschnittenen Material schmiedete Greg Haines in seinem Studio das Album. „Skeylja“ lebt vom großen Hallraum, eruptivem Bläsereinsatz, wuchtiger Perkussion, zerbrechlichem Klavierspiel und schier unendlich vielen kleinteiligen Klängen, die das gesamte Klangbild durchziehen. Das Alvaret Ensemble und ihre Mitstreiter schließen damit – vielleicht unbewusst – die Lücke zwischen Postrock und Post-Industrial-Akteuren wie Test Dept.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2014.


Tuesday the 19th.
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