CD-Rezension / Review / Kritik

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Emptiness Not For Music CD Cover

Emptiness „Not For Music“

(Season Of Mist/Soulfood)
Wer die früheren Scheiben dieser 1998 gegründeten Belgier kennt, wird von „Not For Music“ nicht wenig überrascht sein. Denn dieses fünfte Album zeigt stilistisch eine völlig neue Band. Vom eigentlichen, harschen Black Death Metal der Anfänge kündet nun nur noch die Atmosphäre an sich. Für den Nachfolger des 2014er „Nothing But The Whole“ schrieben Emptiness sieben Ambient-lastige Stücke, in denen Atmosphäre, Stimmung und psychotisch gezischter Fauch- und Flüstergesang von Bassist Jeremie Bezier das eiskalte Zepter mit aller Gemächlichkeit schwingen. Betont experimentell und modern-visionär geht es zu. Das trotz fehlender Härtegrade bedrohlich klingende Ergebnis ist als mutige Grenzüberschreitung zu würdigen. Dass all die nonkonformen Zutaten so homogen erschallen, kommt nicht von ungefähr. Denn der aktuelle Sound von „Not For Music“ trägt die Handschrift von Jeordie White alias Twiggy Ramirez aus LA, primär bekannt durch seine beflissene Arbeit für berühmte Acts wie Marylin Manson und Nine Inch Nails. Die errichteten Klanglandschaften laden mit diabolischer Gelassenheit zum (Alp)Träumen ein, um dem Mainstream des Genres erfolgreich zu entkommen.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2017.
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Thursday the 16th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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