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Atrocity OkkultII

Atrocity „Okkult II“

(Massacre/Soulfood)
Als Ende 2017 die EP „Masters Of Darkness“ als ein unheilschwangerer Vorbote erschien, zeigten die wandelbaren Death Metal-Altmeister ihre neue Ausrichtung entschlossen auf. Auf dem nun erscheinenden zweiten Teil der Okkult-Trilogie holen Sänger Alex Krull und seine Mannschaft noch weiter aus. Die Nummern der EP wurden neu aufgenommen und sind jetzt abermalig vertreten, inklusive gesanglichen Gastbeiträgen von Entombed A. D.’s L-G Petrov und dem ehemaligen Morgoth-Vokalisten Marc Grewe. Knackig-rabiat auf die Ohren gibt es monumental und episch arrangierten, partiell mit opulenten Chören von der Breitleinwand aufgepeppten Old School Death Metal, wie er origineller und zielsicherer nicht sein könnte. Um einen rundum packenden Reißer wie „Menschenschlachthaus“ anzufertigen, muss man schon enorm stilfindig beziehungsweise zu größtem Ideenreichtum motiviert sein. Teils wähnt man sich auf dem hochexplosiven Dreher mitten in den frühen 90er Jahren, als aufgeweckte Prügelkapellen wie beispielsweise Benediction, Bolt Thrower, Morbid Angel, Deicide oder Entombed mit aller entmenschten Grenzenlosigkeit den räudigen Szeneton angaben. Aufgeputschte Raser wie das stark elektrifizierende „Shadowtaker“ beinhalten auch die Passion der Formation für pfeilschnellen und präzisionssüchtigen Thrash-Alarm, sehr stark! Die ausgeklügelte Mixtur der Tracks entbehrt ohnehin jeder Oberflächlichkeit. Krull zauberte in seinen Mastersound-Hallen den bestgeeignetsten Klangrahmen für das Ganze. So macht das hochpfundige Drumming von Joris Nijenhuis noch mächtiger Laune. „Okkult II“ ist beachtlich für eine Band, die seit der 1985er (!) Gründung über den ganzen, langen Highway von Todesblei-City über Industrial-Valley bis hin zum Gothic-State und nun wieder ganz zurück jagt.
Markus Eck
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